Karl Gutmann

Im Lageplan ist das der Stolperstein [38]

Karl Gutmann wurde 1884 in Heilbronn geboren. 1913 heiratete er Adelheid Einstein, die Tochter des Öhringer Schuhfabrikanten Jakob Einstein. Im 1. Weltkrieg brachte es Karl Gutmann zum Gefreiten und erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse, sowie die Württembergische Verdienstmedaille.
1919 wurde er Teilhaber an der Schuhfabrik. Durch den wirtschaftlichen Boykott veräußerten die Familie Einstein und Karl Gutmann die Schuhfabrik in den 1930er Jahren. Das 1926 gekaufte Haus in der Haller Straße 51 musste er 1936 wieder verkaufen, weil er mit seiner Frau nach Stuttgart zog. Nach der Reichspogromnacht im November 1938 wurde er wie viele andere jüdische Männer KZ Dachau eingeliefert. Dort wurde er vom 11. November 1938  bis zum 12. Dezember 1938 gefangen gehalten.
In Stuttgart starb seine Frau am 1. Januar 1939 und ist auch dort begraben. Dadurch blieb ihr das Schicksal ihres Mannes erspart, der am 26. April 1942 nach Izbica bei Lublin deportiert und dort ermordet wurde.

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